PCO Syndrom


Auftreten

Das Polycystische Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom) ist eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen der Frau. Bis zu 12% aller Frauen sind in unterschiedlicher Ausprägung davon betroffen.


Beschwerden

Typische Beschwerden sind Blutungsunregelmäßigkeiten, Gewichtszunahme und verstärkte Körperbehaarung, Haarverlust am Kopf, Akne und Bluthochdruck. Die Symptome variieren sehr stark.

Die betroffenen Patientinnen haben oft erhöhte Blutspiegel von männlichen Geschlechtshormonen. Die Ursache hierfür ist trotz intensiver Forschung noch nicht ganz geklärt, dürfte jedoch genetisch bedingt sein.

Unbehandelt kann das PCO Syndrom zu Kinderlosigkeit führen.


Diagnose / Therapie

Im Mittelpunkt der Diagnosesicherung stehen ein vaginaler Ultraschall und eine Hormonbestimmung aus dem Blut, aber auch ein Zuckerbelastungstest (OGTT).

Verschiedenene medikamentöse Behandlungen bzw. Life-Style-Änderungen können die Beschwerden des PCO-Syndroms reduzieren und Frauen mit PCO-Syndrom helfen, schwanger zu werden.

Liegt kein Kinderwunsch vor, so kann die Einnahme einer Anti-Baby-Pille als Therapie bereits reichen und die Beschwerden bereits deutlich verbessern. Bei diagnostizierter Insulinresistenz sollten zusätzlich Metformin Tabletten eingenommen werden.

Gewichtsreduktion durch ausgewogene Ernährung und Sport helfen, eine höhere Rate an Eisprüngen auszulösen.

Ist der unerfüllte Kinderwunsch das Hauptproblem, erfolgt zumeist eine Auslösung des Eisprungs mit Medikamenten. (oftmals mit Clomiphen).

In seltenen Fällen ist es sinnvoll, dass eine Bauchspiegelung durchgeführt wird und die Eierstöcke mit einer zarten Nadel gestichelt werden. Dadurch können in Folge ohne medikamentösen Einsatz Eisprünge ausgelöst werden.

Meist führt die Diagnose eines PCO Syndroms zu Unsicherheit und Angst. Diese Sorge möchten wir Ihnen vorweg nehmen: Das PCO Syndrom ist gut behandelbar, Beschwerden können gelindert werden und der Kinderwunsch in den meisten Fällen erfüllt werden.